Bekennend homophober Rapper tritt im Update Meppen auf. Kein Platz für Homophobie im Emsland!

Am 25 März 2017 soll der Rapper und Youtuber Mert Eksi, auf Youtube unter itsMerttv in der Diskothek Update Meppen auftreten. Das Update Meppen unterstützt damit, ob gewollt oder nicht, offen Homophobie und relativiert menschenfeindliche Aussagen, die in einer modernen Gesellschaft nichts zu tun haben.

Der Rapper und Youtuber „Mert“ ist in den letzten Monaten, besonders aber in den letzten Wochen vermehrt durch offen homophobe und diskriminierende Aussagen aufgefallen. In einem Youtube-Video mit dem damaligen Namen „STATEMENT“ (Video wurde aufgrund von Verstößen gegen die Youtube-Richtlinien gelöscht) [ein Re-Upload ist noch immer unter dem Namen „MERT STATEMENT“ auf Youtube zu finden] bezeichnete er Homosexuelle mehrfach als „Schwuchteln“, „Fotzen“ sowie „kleine schwule Hurensöhne“ und sagte Sätze wie:

1. „Ich toleriere Schwule einfach nicht, ich akzeptier das nicht […] was hat Schwule mit tolerieren zu tun, Diggah?“ und
2. „Ich muss nicht akzeptieren, dass einer schwul ist, nein ich bin dagegen. Ist unmenschlich sowas!“

Zusätzlich dazu wünschte er sämtlichen Homosexuellen, sowie seinen Kritikern:

3. „Ich hoffe ihr werdet depressiv ihr kleinen Fotzen, ihr Nutten!“
Für diese Aussagen erntete „Mert“ viel Kritik von allen Seiten, beginnend bei anderen Youtubern, über Medien bis hin zu seinen (ehemaligen) Kooperationspartnern. Youtube selbst löschte das Video bereits nach kurzer Zeit aufgrund von schweren Verstößen gegen die Gemeinschaftsstandards. „Mert“´s ehemaliges Youtube Netzwerk Divimove trennte sich daraufhin mit dem Statement, man stehe offen für Toleranz, Vielfalt und Offenheit von ihm (Link zum Statement: https://www.facebook.com/divimove/posts/1065024773604263).

Doch „Mert“ erzielte durch seine Aussagen auch eine große Reichweite und wurde von vielen – oft minderjährigen – Anhängern seiner „AMK-Amy“ für diese Aussagen gefeiert.

Seine Aussagen führen dazu, dass Homophobie an Schulen und im Leben vieler Jugendlicher wieder salonfähiger werden könnte.

Noch heute werden viele Jugendliche, die sich als homosexuell outen für ihre Sexualität von einem Teil ihre Bekannten und Mitschüler beleidigt, stigmatisiert und gequält. Die Folge dieser Behandlung gehen nicht selten über bloße seelische Verletzungen hinaus. ( Dazu ein Video der Youtuberin Fräulein Chaos: https://www.youtube.com/watch?v=9byDnyWtF_k)

„Mert“ fördert diese Misshandlungen und Stigmatisierungen mit seinen Aussagen aktiv. Er vermittelt seinen Fans so offen, es sei in Ordnung, homophob zu sein und andere Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung das Leben schwer zu machen.
Wir als Humanity and Culture e.V. stehen für Toleranz, Weltoffenheit und Akzeptanz anderer – unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe, der Sexualität oder sonstigen Eigenschaften von Menschen. Wir kämpfen aktiv gegen Diskriminierung und Hass, welcher hier von „Mert“ praktiziert wird.

Wir stehen und kämpfen seit langem mit dem Verein und privat für ein weltoffenes Emsland und eine tolerante Feierkultur.
Diskotheken und Clubs waren schon immer Orte, an denen Menschen gemeinsam feiern konnten und Spaß hatten und an denen Herkunft, Sexualität usw. keine Rolle gespielt haben, an denen man die Probleme des Lebens vergessen konnte und nicht gefährdet war, für irgendetwas diskriminiert zu werden.

Dementsprechend mussten wir entsetzt feststellen, dass sich das „Update“ dazu entschieden hat, eben diesen, offen homophoben Künstler zu einem Auftritt einzuladen.
Damit wird „Mert“ zusätzliche Öffentlichkeit gegeben, obwohl er offen Hassbotschaften verbreitet.

Mert Eksi sagte in einem Seiner Videos:
4. „Ich schwör‘, ich bin gegen Schwule, und jetzt? […] Wer so etwas toleriert, soll mich nicht tolerieren. Ich bin offiziell gegen sowas!“

Aus diesem Grund fragten wir bereits das Update per Mail an, wie es zu den Einstellungen Mert Eksi´s stehen würde. Diese Anfrage blieb bis zum jetzigen Zeitpunkt unbeantwortet.

Wir als Humanity and Culture e.V. sprechen uns klar und deutlich für eine Absage der Veranstaltung mit Mert Eksi aus. Bekennend homophoben und hasserfüllten Künstlern darf kein Raum geboten werden, ihre Musik zu verbreiten, wenn sie parallel hasserfüllte und diskriminierende Worte veröffentlichen!

Foto von Meike Schleper

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